HR Hohner Harde

Schüler versuchen Kitze zu retten

Pieper wird angebracht

 

Im Rahmen des Enrichmentprogrammes trafen sich acht Schüler des Kurses „unsere heimische Tierwelt – entdecken und erforschen“ zur Wildbeobachtung in Nübbel KJS (RD-Ost). Was ist das für eine Aktivität? Enrichment kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Anreicherung - Erweiterung “ des Erfahrungshorizontes. Als Belohnung dürfen begabte Schüler der Gymnasien und Gemeinschaftsschulen aus Rendsburg und Umgebung an den unterschiedlichsten Kursen teilnehmen. Die Themen erstecken sich von “Wie entsteht eine Zeitung?“ bis zur hin “Sternenkunde“ oder auch „Erforschung der Natur“. Bei diesem Projekt stellten die Schüler in Referaten jeweils zwei heimische Tierarten vor z.B. Rotwild oder auch den Marderhund. Sie gehen aber auch in die Natur und erkundeten unter Begleitung eines Försters den Wald.

In diesem Fall wollten die Schüler mit Jägern in Nübbel auf den Ansitz gehen. Doch daraus wurde zunächst nichts. Jäger und Schüler waren zwar alle pünktlich erschienen, doch die Jäger hatten Bescheid bekommen, dass ein Landwirt seine Wiesen ( ca. 40 ha) am nächsten Tag mähen wollte. Es war gerade die Setzzeit der Ricken. Einige hatten schon ihre Kitze im hohen Gras bekommen. Damit die kleinen Kitze am nächsten Tag nicht totgemäht wurden, beschloss man einige der Koppeln in einer eng geschlossenen Kette zu durchsuchen. Als die Schüler und Jäger an einer Graskoppel, die gemäht werden sollte, ankamen, sahen sie schon eine Ricke und einen Bock im hohen Gras stehen. Sie suchten diese Koppel ab. Um Unruhe zu verbreiten, brachten sie in den seitlichen Knicks umgebaute Rauchmelder an, die in Abständen einen Dauerton abgaben. Leider fanden sie an dem Abend außer einem totgeborenen Kitz kein weiteres. Aber überall im Revier piepte es an den fraglichen Koppeln. Die Ricken konnten über Nacht ihre Kitze aus den unruhigen Gebieten herausholen. Nach der Maat am nächsten Tag, berichtete der Landwirt, dass er kein einziges Kitz totgemäht hätte. Die Aktion hatte sich gelohnt.

Diese Maßnahme fand aber nicht überall Anklang. In der Nähe des Dorfes beschwerten sich zwei Anwohner beim Landwirt über den nächtlichen Lärm. Sie kannten den Sinn der Aktion ja nicht. Doch als sie hörten, warum die Pieper im Revier Unruhe stifteten und dass auch Schüler in die Aktion mit einbezogen waren, beruhigten sie sich – auch wenn ihr Nachtschlaf gestört war.

Jörn Neupert

Fahrt zur"Jagd & Hund"

Auf der Fahrt zur „Jagd & Hund“, der größten Jagdmesse Europas, besichtigt die KJS RD-Ost die Zeche Zollverein.

1Gruppe klein

Damit der Messebesuch sich auch lohnt und man schon morgens pünktlich um 10 Uhr vor den Toren der Westfalenhallen in Dortmund stand, reisten die Jäger der KJS RD-Ost mit ihren Frauen schon einen Tag vorher an. Der Höhepunkt dieser sonst eher langweiligen Fahrstrecke war die Besichtigung der Zeche „Zollverein“ in Essen, dem früheren Zentrum des Kohleabbaus. Die Zeche war vor ihrer Schließung im Jahre 2001 die größte Kohleförderanlage Europas. Sie ist inzwischen von der UNESCO zum Welterbe ernannt worden. Wir norddeutschen Jäger konnten uns nicht so genau vorstellen, was uns da erwartete. Im Prospekt heißt es „Die Zeche Zollverein ist ein Meisterwerk der Bergwerkarchitektur und komplett erhaltenes Gesamtkunstwerk. Sie gilt als ‚schönste Zeche der Welt‘ “. Stimmt das? Die Kumpels, die hier „malochten“,

hatten eher eine andere Wahrnehmung. Unsere Kumpels – Bergleute dieser Zeche – führten uns dann mit ihren sehr persönlichen Erlebnissen eindrucksvoll durch die einzelnen Produktionslagen, die die Kohle vom Abbau bis zur Kokerei durchläuft. Im Bergbau herrschen andere Dimensionen, das erfuhren, als wir auf einer Werkbank Muttern mit 20 cm Durchmesser und entsprechendem Schraubenschlüssel sahen. Sie waren zu schwer, um von unseren Frauen getragen werden zu können. Wir hatten zwar kein „Kunstwerk“ entdeckt, doch durch die emotionale Führung der Kumpels erschnupperten wir ein wenig ehemaliges Ruhrpottleben.

Am nächsten Tag fuhren wir mit S- und U-Bahn direkt zu den Westfalenhallen. Das Angebot für Angler und Jäger war in den acht Hallen gewaltig. Die Menschenmassen schoben sich durch die Gänge. Aufgelockert wurde der Rundgang u.a. durch Hunde- und Greifvogelvorführungen und durch die Klänge von Jagdhornbläsern. Man bekam auch die eine oder andere Neuigkeit zu sehen, so z.B. eine Röhrenfalle mit optischer Auslösung, die den Fuchs nicht durch Schnüre oder Wippbrett vergrämt. Nach 6½ Std. waren wir‘ geschafft‘, so konnten wir rechtzeitig vor dem großen Ansturm der Fußballfans vom BVB Dortmund die größte Jagdmesse Europas nach Norden wieder verlassen.

Jörn Neupert

2aGesamt mit Bus klein

Zechengelände "Zollverein"

 

2Gesamtanlage klein

Modell der Gesamtanlage - Vordergrund:  Kokerei - Hintergrund: Förderturm

 

3Gesamtanlage klein

Die einzelnen Kohlearten - von Gaskohle bis Fettkohle

 

4Förderturm klein

5Loren klein

 

 

 

6aWerkbank klein

 

Die Werkbank für "Feinmechaniker!!! "

 

 

6bWerkbank klein

9Zeche außen klein

 

Zechenanlage im Überblick - Hintergrund die Abraumberge

 

 

 11Waldkautz klein

 

 

                                                                                                                           

            Waldkauz auf der Jagdausstellung - kein Präparat sondern ein lebendiger Vogel!

 

 

 

 

12SchleierEule klein

 

 

 

Schleiereule

 

 

13Falle440 klein

 

 

Messeangebot: Röhrenfalle mit optischem Auslösemechanismus

 

 

 

Jägerschlag in Nübbel

KJ RowerJörnJägerschlag alle4 klein

 

Klaus-Jürgen Rohwer schlägt die drei Brüder Jörn, Broder und Malte Bock

nebst Nils Boll zum Jäger (von links)

Dass junge Männer, die ihre Jagdprüfung bestanden haben, zum Jäger geschlagen werden, ist nicht unbedingt eine Meldung wert. Doch in diesem Jahr wurden im Revier Nübbel (Hegering Hohner Harde) gleich vier Jungjäger zum Jäger geschlagen – drei von ihnen sind Brüder – Malte (17)und die Zwillinge Jörn und Broder Bock (19), der Vierte im Bunde war Nils Boll (23).

Das senkte natürlich das Durchschnittsalter der Jägerschaft schlagartig von 59 auf 51 Jahre. Natürlich mussten sich die Kandidaten einer erneuten „schweren“ Prüfung unterziehen, sie mussten Fragen zur Jagd beantworten und auch am eigenen Leib erfahren, was eine Hundeprüfung bedeutet. Sie bewiesen, dass sie eine gute Nase hatten, da sie alle eine Beute fanden. Danach schlugen der älteste Jäger Klaus-Jürgen Rohwer (84) und Jagdkollege Alexander Hilgendorff die jungen Waidmänner mit einem Hirschfänger feierlich zum Jäger. Die beiden ermahnten abschließend die frisch geehrten Jäger stets getreu nach dem Spruch von Oskar v. Riesenthal zu handeln. „Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!“

Fahrt der Hegeringe Hohner Harde, Rendsburg und des Rotwildhegerings Elsdorf nach Dortmund zur Messe Jagd & Hund am 3. und 4. Feb. 2017

Ameldebogen zur Fahrt zur größten Jagdmesse Europas kann hier als pdf heruntergeladen werden.

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