Projekt zur Bestandsstabilisierung mit Fasanenhennen im zweiten Jahr

Gespannt warten die Jäger des Hegeringes Langwedel am 6. Mai 2017 auf die Ankunft der 220 Fasanenhennen zur Fortführung des Auswilderungsprogramms zur Bestandsstabilisierung von Fasanenhennen im zweiten Jahr.

Im Rahmen des Projekts sollen über 3 Jahre lang mehr als 800 Fasanenhennen zur Erhöhung des Fasanenbesatzes ausgewildert werden. Auch in diesem Jahr kommen die Hennen aus der Fasanerie in Sierksfelde, da sie eine gewisse Wildständigkeit besitzen, wie z.B. das Anducken bei Gefahr und das abendliche Aufbaumen.

Nach langem Bangen, ob das Programm aufgrund der Geflügelpest überhaupt starten kann, erhielten wir Ende April die Genehmigung zur Fortführung der Auswilderung für 2017. Nun musste alles sehr schnell gehen. Die Fasanen waren bestellt und sollten möglichst Anfang Mai in die Freiheit entlassen werden. Aufgrund der vielen motivierten Jäger und der guten Organisation im Hegering gelang es uns, kurzfristig ausreichend Helfer und Fahrer zu finden. Am 6. Mai 2017 war es soweit. Über 220 Hennen wurden im gesamten Hegering in die Freiheit entlassen. Nach einer sehr erfolgreichen Raubwildbejagung in den letzten Jahren und weiteren Begrünungsmaßnahmen haben die Hennen beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration in den Revieren. Einige Reviere berichten von einer Steigerung des Fasanenbestandes von über 60 Prozent. Ziel des Projektes ist eine Steigerung des Fasanenbestandes von mindestens 10 Prozent.

Wir testen unterschiedliche Verfahren bei der Auswilderung – vom Verbleib der Hennen in einem kleinen Gehege für die ersten Tage in Freiheit bis hin zur sofortigen Auswilderung direkt aus den Transportboxen. Bislang konnten wir feststellen, dass es keine Unterschiede durch die Art der Auswilderung gibt. Die Hennen suchen sich selbständig ihren Platz im neuen Revier. Einige sind standorttreu, andere wiederum streichen sofort nach Entlassung in die Freiheit weit ab. Während des Transports legen die Hennen vereinzelt noch Eier. Diese werden in den Revieren an unterschiedlichen Stellen manuell oder durch Hühner ausgebrütet. Das hatte letzten Sommer zur Folge, dass so mancher Dorfbewohner sogar Fasanen im Garten beobachten konnte. Aber nicht nur das, vielen Spaziergängern, Fahrradfahrern und Erholungssuchenden ist die Bestandszunahme bereits positiv aufgefallen. Sie konnten nach vielen Jahren wieder Fasanen in der freien Natur beobachten. Somit hat das Auswilderungsprogramm sogar noch den Effekt der positiven Öffentlichkeitsarbeit für uns Jäger.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal herzlich allen Helfern, Spendern, Interessierten, Daumendrückern und unserem größten Sponsor, der Bingo Umweltlotterie.

Christine Kröger

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