Mit dem Marder leben? - Ein Versuch der Tröstung...

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob für ihn in Frage kommt, „mit dem Marder zu leben“.

Hat man eine Möglichkeit gefunden, den Hausgast zu beobachten, wird man seine Anwesenheit sicherlich als Bereicherung empfinden. Einen Marder auf dem Dachboden, verschont im Regelfall den PKW - er hat ja eine Wohnstadt. Vor allem aber hält er das Haus frei von gesundheitlich bedenklicheren Hausgenossen wie Mäusen, Ratten und evtl. auch Tauben. In den Vereinigten Staaten wird gerade in ländlichen Bereichen intensiv für die Beherbergung von Mardern geworben. Marder sind sehr reinlich, auf dem Dachboden legen sie neben der Schlafstelle eine Art „Speisekammer“ an, ein anderer Bereich wird als „Toilette“ genutzt. Diese Stelle kann mit Zeitung ausgelegt werden, und der Kot muss regelmäßig entfernt werden. Dabei sollte man darauf achten, auf eine neue Zeitungsunterlage immer etwas trockenen Kot liegen zulassen, damit der Marder seine Toilette wieder findet. In gut durchlüfteten Räumen kommt es kaum zu Geruchsproblemen. Will man den Marder lieber nicht im Haus beherbergen, ihm aber andererseits aus den genannten Erwägungen eine andere Unterkunft zur Verfügung stellen möchte, kann man im Garten ein Quartier schaffen. Sehr gut werden Kaminholzstapel oder größere Reisighaufen akzeptiert, letztere dienen auch Igeln als Winterquartier. Allerdings sollte nicht dauernd umgeschichtet werden, da der Marder die Verstecke sonst meidet. Unsere holländischen Nachbarn haben ein „Marderhäuschen“ entwickelt, das gemeinhin gut angenommen wird, und Marderschäden verhindern hilft. Eine Überlegung ist es allemal wert, ob ein solches Arrangement nicht beiden Seiten Vorteile bringen kann.


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