Immer der Nase nach…

gilt es, wenn die Jungmarder im Herbst das mütterliche Territorium verlassen und sich ein eigenes Revier suchen müssen („Dispersion“ nennen es die Wildtierforscher). Dabei legen sie viele Kilometer zurück, wenn in der näheren Umgebung eine hohe Marderdichte herrscht. Viele Jungmarder kommen dabei unter die Räder oder fallen anderen Gefahren zum Opfer. Die Duftmarken anderer Marder sind es, die ihnen auf der Wanderschaft als Hinweise auf Nahrungsvorkommen und Ruheplätze dienen. Daher ruhen sie oft an Stellen, die andere Marder vorher als geeigneten Unterschlupf entdeckt und markiert haben.

An alten Duftmarken erkennen sie auch, ob ein Revier inzwischen unbesetzt ist, und dort lassen sie sich dann nieder. Durch dieses Verhalten bleiben für Marder geeignete Reviere (Futter, Ruheplätze) nie lange unbesetzt. Dies musste schon manch einer feststellen, der mit viel Mühen einen ungeliebten Marder durch die Forstbehörden mittels Lebendfalle hatte „entfernen“ lassen: Meist sind nur wenige Wochen später erneut Anzeichen eines Marders zu entdecken. Heute deutet vieles darauf hin, dass die Städte mit Ausnahme der Steinwüsten der Stadtzentren flächendeckend besiedelt sind. Aber auch hier lassen sich Marder nieder, wenn sie ausreichende Nahrungsgrundlagen (Abfall, Beeren, Tauben, Mäuse, Ratten) vorfinden. In Hamburg beispielsweise wurden Marder inzwischen selbst im Bereich Innenalster gesichtet.


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