Der Landrat und der LJV-Präsident informieren sich über erste Ergebnisse des Ackerrandstreifenprojektes

In der Gaststätte „Holsteinisches Haus“ in Nortorf wurden am 31.10.2008 vor etwa 70 interessierten Zuhörern die ersten Ergebnisse des Ackerrandstreifenprojektes bekannt gegeben. Anwesende Gäste waren neben Landrat Dr. Schwemer, der LJV-SH Präsident Dr. Baasch, der Kreisbauervertreter Lucht und vom MUNF Herr Böhling.

In den Grußworten sagte Herr Böhling, der Umweltschutz ist keine Aufgabe des Staates, er ist Aufgabe des Einzelnen. Er hofft das Ackerrandstreifenprogramm wird verlängert und weiter verbreitet. Dr. Schwemer erinnerte daran, dass er beim Startschuss des Projektes dabei war. Ihm überzeugt das Projekt, erklärte er. Er will sich zukünftig dafür einsetzen, dass weiterhin diese Maßnahmen finanziell gefördert werden. Der Projektkoordinator Gröning ehrte die Landwirte Otto Bracker, Karsten Schwarz und Hans-Jürgen Göttsche für Ihre initiale Unterstützung des Projektes in der Startphase. Nach dem Start in Warder wurde das Projekt auf dem Schleswig-Holstein-Tag in Neumünster einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

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Dr. Helge Neumann, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau der CAU zu Kiel, stellte die Ergebnisse des Vegetationsmonitoring vor. Seine Untersuchung zeigte klar, dass es eine Zunahme der Biodiversität gab. Auf den Blühstreifen fanden sich doppelt so viele Pflanzenarten als auf den Kontrollflächen. Sein Fazit: guter Aussaaterfolg, erfreulich viele Begleitarten, wenig unerwünschte Begleitarten, deutliche Heterogenität und strukturelle Vielfalt.

Dr. Aiko Huckauf, Ökologiezentrum der CAU zu Kiel – Fachabteilung Geobotanik, präsentierte die Ergebnisse des Tiermonitorings. Sein Fazit: der Ackerrandstreifen ist ein bedeutender Beitrag zum Erhalt der Vielfalt vieler Tierarten und deren Fortpflanzungsraum.

Michael Kruse, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, referierte zu den Perspektiven des Vertragsnaturschutzes in Ackerlandschaften. Er forderte einen effizienten Einsatz knapper Haushaltsmittel im Naturschutz. Die Förderhöhe der Flächen solle gestaffelt sein. So soll ein Streifen im Schatten des Waldes nur minimal gefördert werden, ein Streifen durch eine Ackerkultur hindurch aber maximal gefördert werden.


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